Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Leon-Zelman-Preis geht an das Döblinger Gymnasium

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 23/14 vom 04.06.2014

Der Leon-Zelman-Preis, der jedes Jahr an Personen oder Institutionen vergeben wird, die sich für Dialog, Verständigung und Aufarbeitung der Ära des Nationalsozialismus einsetzen, geht heuer an das Döblinger Gymnasium (Bundesgymnasium 19).

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der jahrelangen intensiven Gedenk- und Erinnerungsarbeit der Schulgemeinschaft. Das G 19 ist eine der ersten Wiener Schulen Wiens, die ihre eigene Schulgeschichte genau aufgearbeitet und die Schicksale vertriebener und ermordeter Schüler dokumentiert haben, und bemüht sich jedes Jahr darum, Zeitzeugen an die Schule einzuladen, damit sie aus ihrem Leben erzählen können. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, dem 12. Juni, im Rathaus statt.

Das Preisgeld beträgt 5000 Euro, die von der Gemeinde Wien gestiftet werden. Der Leon-Zelman-Preis wird einmal jährlich an Projekte verliehen, die sich für Vergangenheitsaufarbeitung einsetzen - im Gedenken an den 2007 verstorbenen Leon Zelman, dem langjährigen Leiter des Jewish Welcome Service und Herausgeber der Zeitschrift Das Jüdische Echo. Die Idee zum Preis stammt vom Wiener SPÖ-Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.


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