Ein Gefängnisinspektor bricht ein und geht heim

Ein ranghoher Justizwachebeamter wird auf frischer Tat ertappt. Die Staatsanwaltschaft klagt ihn nicht an. Der Beamte wusste nämlich zum Tatzeitpunkt nicht, dass Einbruch verboten ist

Politik | Bericht: Florian Klenk | aus FALTER 23/14 vom 04.06.2014


Homepage der Diskothek „Tenne“, Auszug aus dem Gerichtsgutachten. „Immer wieder Freundschaftsdienste“

Homepage der Diskothek „Tenne“, Auszug aus dem Gerichtsgutachten. „Immer wieder Freundschaftsdienste“

Thusnelda G. schaut aus ihrem Fenster und sieht einen Mann mit schwarzer Mütze. Er kniet vor der Hintertüre der Krumpendorfer Diskothek Tenne und versucht, sie aufzubrechen. Die Zeugin greift zum Hörer und wählt den Polizeinotruf. Es ist der 14. Jänner dieses Jahres, 0.41 Uhr.

Zwei Beamte der Streife „Krumpendorf Sektor“ rücken aus. Sie erwischen die maskierte Gestalt auf frischer Tat, der Mann hält einen Geißfuß, eine Art Brecheisen, in der einen Hand, in der anderen einen Meißel. Neben dem Einbrecher liegen eine Rohrzange und eine Taschenlampe, in einem schwarzen Müllsack finden die Beamten einen schweren Hammer. Der Mann hat sich offenbar gut vorbereitet.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige