Kommentar Steuerreform

Die Abgabenlast ist nicht zu hoch, sondern falsch verteilt

Falter & Meinung | Markus Marterbauer | aus FALTER 23/14 vom 04.06.2014

Höhere Abgabenlast als in Schweden! Zu gut passte diese Geschichte in die öffentliche Hysterie um die Steuerbelastung in Österreich, kaum ein Medium kam an ihr vorbei. Bei nüchterner Betrachtung hätte sie wohl auch anders erzählt werden können: Die konservative Regierung Schwedens senkt konsequent Steuern für obere Einkommensgruppen, statt Mittel für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu verwenden.

Deshalb steht das einstige Vollbeschäftigungsparadies Schweden heute mit einer Arbeitslosenrate von acht Prozent da, doppelt so hoch wie in Österreich. Wenn nicht alle Anzeichen täuschen, wird diese Regierung, die schamlos die Spitzenverdiener zulasten der Arbeitslosen begünstigt, im Herbst abgewählt und durch eine Koalition aus Sozialdemokraten, Grünen und vielleicht auch einer neuen Frauenpartei ersetzt werden.

Doch in Österreich ist das Märchen vom überbordenden Steuerstaat mittlerweile zum Allgemeingut geworden, das kaum noch Differenzierung ermöglicht. Gerade diese wäre


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