Theater Kritik

Unterbewusstsein oder nicht sein

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 23/14 vom 04.06.2014

Der Cubus ist ein weißer, verfliester Raum, ohne Fenster, ohne Türen. Darin befindet sich eine Frau (Alev Irmak), die nicht weiß, wie sie hier gelandet ist und wie sie wieder hinaus kommt. Wie aus dem Nichts tauchen ein koksender Politiker, lachende Frauen in Trauerkleidung, eine Schildkröte, eine Therapeutin oder der Hausmeister auf, aber keiner hilft der verzweifelten Frau. Die Grenzen von Realität und Spiel verschwimmen in der Inszenierung der Gruppe daskunst - vielleicht ist der Cubus in Wirklichkeit ja das Unterbewusstsein? Die Schauspieler, "aus Mangel an Subventionen" allesamt in mehreren Rollen, sind witzig und es rennt durchgehend ein guter Schmäh, insgesamt erzählt "Cubus" (Regie und Text: Bernhard Mrak) aber einfach zu wenig.

Dschungel Wien, So-Di 19.30


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