"Ich würde niemals Lösegeld für ihn bezahlen"

Guillaume Nicloux hat "Die Entführung des Michel Houellebecq" inszeniert. Ob der am Set Sex hatte, weiß er nicht

Feuilleton | Einvernahme: Klaus Nüchtern | aus FALTER 23/14 vom 04.06.2014

Dass der Titelheld des Filmes "Die Entführung des Michel Houellebecq" bei dessen Österreich-Premiere im Wiener Stadtkino anwesend sein würde, kam einer kleinen Sensation gleich. Allerdings blieb schon das Taxi leer, das Houellebecq von seiner Pariser Wohnung hätte abholen und zum Flughafen bringen sollen. In Wien stand dem Falter statt des Dichters dessen Regisseur Guillaume Nicloux für Fragen zur Verfügung.

Falter: Im Film sagt Houellebecq, dass er erst einen einzigen Termin verpasst habe. Angesichts des Umstandes, dass er wieder einmal verschwunden ist, kann man das nur schwer glauben.

Guillaume Nicloux: Soweit ich weiß, stimmt es aber. Außerdem kann es auch sein, dass er am Nachmittag hier auftaucht.

Das glauben Sie doch nicht im Ernst?

Nicloux: Er ist unberechenbar, und das macht ihn ja als Person auch spannend.

War er denn bei den Dreharbeiten auch so?

Nicloux: Nein, weil wir ihn ans Bett gefesselt haben. Außerdem gab's ja auch noch Fatima, um ihn wieder zurückzuholen.

Das war tatsächlich


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