Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 24/14 vom 11.06.2014

Das Leben in der Redaktion ist ein langer ruhiger Fluss: Um 11 Uhr muss der Chefredakteur in die Rückengymnastik; um 16 Uhr der Feuilletonchef auf die Yoga-Matte. Dazwischen wird in der Redaktionssitzung über die orgasmierend verbrachte Lebenszeit diskutiert, wobei der Herausgeber mit dem Rechenbeispiel vorangeht ("Bei bloß drei Orgasmen zu je sechs Sekunden täglich kommt man in einem Jahr auf "), Den Rest der Zeit laufen die Telefone heiß, Whistleblower rufen an, Autoren, die gerne ihre Bücher besprochen haben wollen, und Autoren, die die unverlangt eingesandten Rezensionsexemplare nun wieder zurückhaben möchten. Und schließlich feiert auch noch Gerhard Stöger einen runden Geburtstag und macht aus diesem Anlass ein Fass auf oder sagen wir: Er stellt drei Flaschen Fruchtsaft (Orange, Tropical und Apfel-Himbeer) auf und serviert hausgemachte Muffi ns.

Viel Zeit ist ja nicht, denn aufgrund der Pfingstfeiertage muss das Blatt schon am Freitag fertig sein. Dann stehen auf einmal zwei Dutzend Volksschüler in der Redaktion und veranstalten das, was man gemeinhin einen "Heidenwirbel" heißt. "Das ist ja der Cro!", wird das Cover der jüngsten Ausgabe souverän identifiziert. Den Vogel schießt aber wieder einmal Christopher Wurmdobler ab, der nicht nur eine pfiffige, aus luftigstem, porridgefarbenem Leinen gewobene Basketballkappe auf hat, sondern auch noch Quatsch mit dem Conchita-Wurst-Cover macht, indem er es faltet (heißt ja auch so, hihi!) und Fotocollagen mit echten Gesichtern macht. Was für ein Spaß!


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