Affenmäßig geil

In der Gorilla Kitchen in Margareten gibt 's die besten Burritos der Stadt

Stadtleben | LOKALKRITIK: NINA KALTENBRUNNER | aus FALTER 24/14 vom 11.06.2014


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Ausschlaggebend war ein Berlin-Besuch vor zwei Jahren, erzählt Gorilla-Boss Christoph Heger. Dort hat er nämlich das Dolores besucht, einen California-Style-Burrito-Laden, in dem frisches, gesundes Fastfood serviert wird – ein Widerspruch? Nein, überhaupt nicht. „Da sind uns die in Kalifornien um einiges voraus“, sagt Heger. In Berlin scheinbar auch. Seitdem ist dem studierten Soziologen die Sache nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Bald war ihm klar: Wien braucht das auch! Woraufhin er sich kurzerhand mit seiner Cousine Lisa Grabner zusammentat und die Gorilla Kitchen gründete.

Den ersten großen Auftritt hatten die beiden letzten Sommer in der Strandbar Hermann, wo sie ihre maßangefertigte Stahlküche hinrollten und dem Strandvolk herrliche Homemade-Burritos verabreichten. Weiter ging es auf Festivals und Flohmärkten, bis das Gorilla-Duo auf der Suche nach einer „Garage“ für die Küche schließlich auf das hübsche kleine Lokal in der Ziegelofengasse stieß.

Der Beschluss „Mittagsgeschäft“ stand schnell fest. Und so wurde die Küche ins neue Lokal geparkt, in die Auslage kamen Sitzkissen sowie ein Barhocker an das die Wand entlanglaufende Tisch-Regal-Brett. An die Wand noch die Umrisse eines imposanten Gorillas, fertig. Ein zweiter Barhocker soll demnächst folgen, dann ist das Lokal, das eigentlich für Take-away konzipiert ist, aber wirklich voll, so Hegers Befürchtung.

Ach ja: Vor der Gorilla Kitchen steht noch ein Bankerl, auf dem man ebenfalls imbissen kann. „Warum eigentlich Gorilla?“, fragen wir den Mann, der ein Campagnolo-Kapperl als Kochmütze trägt. „Ein Schmäh“, verrät der Ex-Radfahrer. „Und natürlich eine Anspielung auf Guerilla, denn wir entscheiden, wann wir wo sind.“ Sprich, wenn das Team mitsamt Küche auswärts aufspielt, ist das Lokal leer. So viel auch schon vorweg: Anfang August ist die Gorilla Kitchen bei den Afrika-Tagen und das Lokal zu.

Nun zum Wesentlichen, den Burritos. Für die wurde recht lange herumgetüftelt und letztlich beschlossen, sich nicht gänzlich ins mexikanische Eck drängen zu lassen. Das heißt: Es gibt zwar die klassischen Basics: Tortilla, gefüllt mit Bohnenmus, Limettenreis, Salat und Cheddar, die variierenden Ragouts und Saucen dazu wählt man nach Gusto aus. Bis auf die Tortillas wird alles selbst gemacht.

Es gibt vier Salsas, von mild bis sehr scharf aufsteigend sind das: Avocado-Tomate, Orangen-Chili, Paradeiser mit Oliven und Kapern sowie der höllisch scharfe Habanero-Limetten-Mix. Derzeit gibt es irisch inspirierten Guinness-Rindfleisch-Burrito (€ 6,90) mit in Guinness-Sud und Pflaumen geschmortem Beef (von heimischen Kleinbauern), es gibt einen Hähnchen-Burrito (€ 6,90), gefüllt mit einer leichten Abwandlung des klassisch französischen Coq au Vin, oder die vegetarische Variante mit Kichererbsen-Mangold-Ragout (€ 6,40). Bei der veganen Variante fällt einfach der Käse weg (€ 5,90).

Resümee:

Homemade Burritos mit herrlich aromatischen Salsas, die man sich zusammenstellen kann. Best of Imbiss!

Gorilla Kitchen
5., Ziegelofengasse 18
Mo–Do 11.30–15 Uhr
www.facebook.com/gorillakitchen2013


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