7 Sachen, die Sie über TURMFALKEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 24/14 vom 11.06.2014

Turmfalken in der Stadt?

Na logisch. Allein der Name des Vogels verrät schon sein Faible für menschliche Bauwerke als Brutplatz und seine Vorliebe für die obersten Etagen. Er ist quasi der Penthousebewohner unter den Stadtvögeln.

Wie viele Turmfalken gibt es in Wien?

Seit 2010 wurden hier an die 400 Nester gezählt. In keiner anderen europäischen Großstadt wurden bislang so viele Brutpaare gesichtet.

Grund zur Freude, oder wird demnächst vor einer Turmfalkenplage gewarnt?

Der Turmfalke hat keine Schmutzkübelkampagne zu befürchten, wie etwa die Taube. Er ist ein gefiederter Popstar: 2007 war er Vogel des Jahres in Deutschland und Österreich, 2008 in der Schweiz.

Wovon ernährt sich ein Greifvogel in der Großstadt?

Genau das ist das Problem: Zwar finden die Falken in Wien ausgezeichnete Brutplätze, aber zu wenig zu fressen. Normalerweise schlagen Greifvögel vor allem kleine Nagetiere, doch die sind in der Stadt nachtaktiv, während der Turmfalke tagsüber jagt.

Wieso nisten sie dann trotzdem hier?

Offenbar tun sich die Falken schwer, bei der Suche nach Nistplätzen die Verfügbarkeit von Futter zu beurteilen.

Das heißt, es zieht sie in die Großstadt, wo sie dann Hunger leiden?

Genau, der Turmfalke ist ein sogenannter Kulturfolger: Er folgt dem Menschen nach. Allerdings kann er in der Stadt wenige Küken durchfüttern.

Wie alt wird so ein Turmfalke in etwa?

Durchschnittlich bis zu 18 Jahre. Viele sterben im Jänner oder Februar, weil sie verhungern.


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