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Pressekolumne

Medien | BARBARA TÓTH | aus FALTER 24/14 vom 11.06.2014

Was macht Exzellenz im Journalismus aus? Diese Frage beantwortet sich spätestens dann, wenn man Medien als historische Quellen nutzen muss. Beim Blick ins Archiv liest man dann oft voller Bewunderung, wie manche Journalisten den Blick über den Redaktionsschluss hinaus hatten und nicht, wie die meisten, in der Hysterie des Tagesgeschehens einfach nur mitschwammen.

Warum ich das schreibe? Weil eine von denen, die nicht nur Journalistin, sondern im besten Sinne Chronistin des Zeitgeschehens war, letzte Woche gestorben ist. Liselotte Palme (1949-2014) war eine Institution im Profil. Als Wirtschaftsredakteurin und stellvertretende Chefredakteurin begleitete sie eine der spannendsten Phasen der jüngeren Zeitgeschichte, die Krise der Verstaatlichten, bis hin zum letzten großen umstrittenen Privatisierungsschub unter Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Was sie kommentiert und geschrieben hat, ist im besten Sinne zeitlos - weil heute noch gültig. F


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