Mehr Kameras, mehr Licht, höhere Türen: Die Wiener Linien rüsten auf

Politik | RUTH EISENREICH | aus FALTER 24/14 vom 11.06.2014

Die Wiener Linien bauen die Videoüberwachung in den Öffi s aus. Bis Ende 2016 sollen drei von vier Bussen und zwei von drei Straßenbahnen mit Kameras ausgestattet sein. Derzeit ist es erst je ein Fünftel. Außerdem bekommen 120 "E2"-Straßenbahnen -die roten Hochflurzüge ohne Holzboden -höhere Glastrennwände für die Fahrerkabinen.

Zwei Millionen Euro aus Reserven wollen die Wiener Linien dafür ausgeben, sagt Wiener-Linien-Sprecher Dominik Gries. Bei einem Jahresumsatz von einer halben Milliarde Euro könne man sich das leisten. Man will außerdem mit der Stadt und der Polizei über bessere Beleuchtung und mehr Kameras an Haltestellen sprechen.

Nach mehreren heftigen Übergriffen hatten die Wiener-Linien-Mitarbeiter Ende April bei Betriebsversammlungen mehr Sicherheitsmaßnahmen gefordert. Dabei soll statistisch gesehen die Zahl der Angriffe zuletzt zurückgegangen sein.

Die Maßnahmen werden in erster Linie den Mitarbeitern zugutekommen. Wiener-Linien-Sprecher Gries erwartet von der Videoüberwachung und der helleren Beleuchtung aber einen "Kollateralnutzen" für die Fahrgäste und beteuert, dass die höheren Trennwände die Fahrer nicht schalldicht abschotten werden.


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