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OS X Yosemite: ein sehr gesprächiges Betriebssystem

Medien | PRÜFBERICHT: THOMAS VAŠEK | aus FALTER 24/14 vom 11.06.2014

Wozu gibt es eigentlich ständig neue Betriebssystemsversionen? Die schlichte Antwort lautet: Neue Versionen eines Betriebssystems bieten in der Regel neue Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten. Das können spektakuläre Innovationen sein oder einfach eine Vielzahl von kleineren Verbesserungen. Die neue Version des Mac-Betriebssystems OS X mit dem Codenamen "Yosemite" (nach dem kalifornischen Nationalpark und Kletterparadies) gehört eher in die zweite Kategorie. Dabei hat sich Apple vor allem die Bedienoberfläche vorgenommen.

Die Kernidee dabei liegt darin, die Zusammenarbeit zwischen Mac OS und Apples Mobilbetriebssystem iOS zu verbessern. Das betrifft Funktionen, bei denen man sich fragen kann, warum es sie nicht schon längst gibt. Unter "Yosemite" kann man etwa ein iPhone-Telefonat auch über den Mac führen, ebenso lassen sich via Airdrop endlich Dokumente zwischen iOS-Geräten und dem Mac übertragen. Nun ist es möglich, ein Textdokument oder ein E-Mail zu Hause auf dem Mac zu erstellen -und unterwegs auf dem iPad weiterzuarbeiten. Viele neue Funktionen bietet auch iOS 8, dazu gehört eine vorinstallierte Fitnessanwendung namens "Health Kit", die Daten aus anderen Gesundheits-Apps sammelt, die Verschlüsselung von App-Daten und eine verbesserte Bildschirmtastatur, die kontextbezogen passende Wörter vorschlägt. Die finalen Versionen von "Yosemite" und iOS 8 sollen im Herbst auf den Markt kommen.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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