"Wir müssen nicht auf jeden Hype aufspringen"

Journalismus geht anders: Statt Nachrichten und Hypes hinterherzusprinten, liefert die holländische Webseite De Correspondent tiefgründige Artikel - und beweist, dass Menschen dafür Geld ausgeben wollen

Medien | GESPRÄCH: INGRID BRODNIG | aus FALTER 24/14 vom 11.06.2014


Illustration: P. M. Hoffmann

Illustration: P. M. Hoffmann

De Correspondent ist ein Hoffnungsträger in Europa. Das Medium finanziert sich rein über Onlineabos. Die Internetuser, genannt „Mitglieder“, zahlen 60 Euro im Jahr und finanzieren damit akribisch recherchierte Artikel. Die holländische Seite zeigt, dass Menschen tatsächlich bereit sind, für guten Journalismus online zu zahlen – und zwar gar nicht so wenige: Binnen acht Tagen sammelte De Correspondent 900.000 Euro, bis zum Start war es sogar mehr als eine Million. Kommende Woche ist Chefredakteur und Gründer Rob Wijnberg zu Gast in Wien, er tritt am Media Innovation Day auf. Vorab erklärt er dem Falter, wie seine Seite funktioniert und warum dieses Konzept vielen Menschen besser gefällt als die herkömmlichen Medien.

Falter: Herr Wijnberg, wie haben Sie Menschen dazu gebracht, Ihnen so viel Geld zu geben, noch ehe es Ihr Medium überhaupt gab?


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