Seinesgleichen geschieht Der Kommentar des Herausgebers

Brasilianisch: Fußball, Scheichs und Oligarchen - uns kann nie fad werden


VON ARMIN THURNHER
Falter & Meinung | aus FALTER 24/14 vom 11.06.2014

Fußballweltmeisterschaften sind für Österreich ein romantisches Vergnügen: "Dort, wo ich nicht bin, dort ist das Glück", lautet die traurige Einsicht in Franz Schuberts programmatischem Lied "Der Wanderer". Die historische Melancholie ist die neueste Variante des österreichischen Linienrichterpatriotismus. Der Linienrichterpatriotismus erfreut sich an der stellvertretenden Präsenz durch Nebendarsteller. Die historische Melancholie sieht ein, dass wir nichts mitzureden haben, aber ab und zu sind auch wir auf Nebenschauplätzen mit bärtigen Dragqueens, bärigen Skifahrern und bulligen Formel-eins-Boliden für einen Welterfolg gut.

Die Politik bekommt durch die WM in Brasilien eine Atempause, aber sie wird nichts daraus machen. Oder doch? Nachdem sie die großen Probleme ungelöst gelassen hat, kann sie sich jetzt an die kleinen machen: Urlaub, Sommergespräche und so. Schon öffnen sich in den Redaktionscomputern die Files, und Freizeitgeschichten ergießen sich aus ihnen, ein Filehorn

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