"Ich will ein Stück vom Kuchen"

Die Wiener Autorin, Slam-Poetin und Veranstalterin Mieze Medusa rappt wieder

Feuilleton | PORTRÄT: GERHARD STÖGER | aus FALTER 24/14 vom 11.06.2014

Was wäre die Popmusik bloß ohne Sex, der Hip-Hip insbesondere? Es muss aber auch in Rapsongs nicht immer nur "Suck my dick!" oder, grammatikalisch fragwürdig übersetzt, "Lutsch mein Schwanz!" heißen.

Sie könne keinen "one minute man" brauchen, stellte die große US-Rapperin Missy Elliott einst etwa klar, keinen High-Speed-Lover also. In "Work It", einem anderen ihrer Hits, nahm sie sich die Buben mit den extradicken Eiern in der genreüblichen Liebenswürdigkeit zur Brust. Egal, wie groß dein Ding ist, ich werde damit fertig, rappte Elliott.

Wirklich gschamig ist auch deren Wiener Kollegin Mieze Medusa nicht. "Rein raus (Es dreht sich alles nur um ...)" heißt ein Lied ihres kürzlich erschienenen dritten Albums "Sparverein der Träume"; Sex preist sie darin als schönste Nebensache der Welt.

"Hast du eine dicke Nudel, zeig ich dir die Chefin, Rudl" ist allerdings nicht Medusas Art, sich auszudrücken. Hier wird nicht gevögelt oder gebumst, hier wird miteinander geschlafen. "Ich hab


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige