Der Kaiser schickt Soldaten aus

"Das Salz der Erde", Joseph Wittlins Jahrhundertroman über den Ersten Weltkrieg, wurde neu aufgelegt

Feuilleton | LESEBEFEHL: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 24/14 vom 11.06.2014

Das Wetter ist immer ein Bringer. In Joseph Roths "Radetzkymarsch" wird die Nachricht von der Ermordung des Thronfolgers, die vom Grafen Benkyö mit dem Freudenschrei "Das Schwein ist hin!" quittiert wird, von einem unheilvoll sich ankündigenden und schließlich gewaltig losbrechenden Gewitter präludiert. "Zwischen dem Blitz und dem Donner drängte sich die Ewigkeit selbst zusammen. () Es war als erlebten sie überhaupt zum erstenmal ein Gewitter."

Joseph bzw. Józef Wittlin, der mit Roth eng befreundet war und dessen Romane "Hiob" und "Die Kapuzinergruft" ins Polnische übersetzt hat, macht sich gleich die -historisch verbürgte -totale Sonnenfinsternis vom 21. August 1914 zunutze.

In seinem im polnischen Original 1935 und zwei Jahre später -beim Amsterdamer Verlag Allert de Lange - auf Deutsch erschienenen Roman "Das Salz der Erde" macht das rare astronomische Geschehen einen dramatischen apokalyptischen Effekt und entsprechenden Eindruck auf den Protagonisten des Romans:

", Was ist das?


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