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Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Die Kombination von Schöngeistigkeit und Sportbegeisterung ist durchaus nichts Außergewöhnliches: Für einen Jungliteraten etwa wiegt der Vorwurf, er verstehe nichts von Fußball, erheblich schwerer als derjenige, er könne keinen graden Satz schreiben (was meist als "Stilwillen“ durchgewinkt wird). Im Falle des Falter-Theaterkritikers artet diese Doppelpassion aber leider verlässlich in Arbeit aus. Und so kommt es, dass Wolfgang "Double Trouble“ Kralicek in dieser Ausgabe im Feuilleton seine Festwochen-Bilanz zieht (Seite 30) und sein letztes FeWoTaBu schreibt (S. 31), im Stadtleben die soeben angelaufene Fußball-WM kolumnierend kommentiert und dann auch noch die Covergeschichte über die Rückkehr der Formel 1 nach Österreich verfasst hat (im Steiermarkteil). Wie der Mann das alles schafft, ist ziemlich rätselhaft, womöglich ist er glücklich verheiratet.

Supergut drauf ist auch Christopher Wurmdobler, dem große Aussichten eingeräumt werden, neuer Wiener Bürgermeister zu werden. Am Rathausplatz geredet hat er schon: Mit den Worten "Ich widme diesen Preis allen Wutomas der Stadt“ nahm er den Preis für die schönste Fußgruppe auf der Regenbogenparade entgegen, den er mit seiner Truppe einheimste. Es ist, by the way, stets lohnend, aufs erdnähere Ende von Wurmdobler zu achten, wo immer was los ist. Trug er vergangene Woche noch Birkenstock-Schlappen aus Blaukraut, versucht sich Wurmdobler derzeit an einer Revalorisierung der Rautensocke in Kombination mit Sneakers und Streifenshirt. Voll das Statement. Wurme for Mayor!


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