Wo das Jazzfest zum   Sektfest verkommt


Kommentar: Klaus Nüchtern
Falter & Meinung | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Wofür steht eigentlich rot-grüne Kulturpolitik in Wien? Für die Umverteilung von unten nach oben

In gewisser Weise kann man Umverteilungsdebatten als Wohlstandsphänomen betrachten, denn solche können sinnvoll nur geführt werden, wenn’s überhaupt was zu verteilen gibt. Zugleich ist es ein Armutszeugnis, wenn eine ziemlich reiche Gesellschaft nicht in der Lage ist, eine solche Debatte vernünftig und offen zu führen und im Schatten des Schweigens bloß das Alte fortschreibt.

Der grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl hat vor zwei Wochen an dieser Stelle die Kulturpolitik der rot-schwarzen Koalition als "In Zahlen gegossene Regungslosigkeit“ apostrophiert und den Umstand kritisiert, dass die Abgeltung der Teuerung bei den Bundestheatern den Spielraum für alles andere zusehends beschneide, sodass bei Fortschreibung des bestehenden Kurses "in 30 Jahren nur noch staatseigene Dinosaurier finanziert werden“ könnten. In Wien waren es freilich die Grünen, die entgegen allen anderslautenden

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