Kolumne  

Mit dem Zerfall des Irak könnte ein Religionskrieg beginnen

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Der Durchmarsch der sunnitischen Fundamentalisten im Irak verändert die Weltlage. Von den Staatsgrenzen, die im Nahen Osten seit dem Zerfall des Osmanischen Reiches gelten, bleibt nicht mehr viel übrig. Die Türkei, der Libanon und Syrien, der Iran und Saudi-Arabien werden in den heraufziehenden Religionskrieg zwischen den großen Richtungen des Islam im Zweistromland hineingezogen.

Seit der Einnahme der nordirakischen Metropole Mossul kontrolliert der Al-Kaida-Ableger Isis (Islamischer Staat im Irak und in Syrien) ein Siedlungsgebiet von fünf Millionen Menschen - mehr Untertanen, als Osama bin Laden je hatte.

Isis-Chef Abu Bakr al-Baghdadi ist zum wichtigsten Anführer der Dschihadisten aufgestiegen. Im syrischen Bürgerkrieg hat er andere Rebellen wegen hemmungsloser Folterpraktiken gegen sich aufgebracht. Die Videos, in denen Andersgläubige geköpft werden, waren selbst Al-Kaida-Anführer Al Sawahiri zu viel.

Isis hat in den Banken von Mossul Cash im Wert von hunderten Millionen Euro

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