"Ich habe gesagt: Das ist gefährlich“

Politik | Gerichtsbericht: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Listerien-Quargel: Monatelang kämpfte Prolactal mit dem Problem, tat aber doch das Falsche

Andreas Peilowich verfolgt den Prozess von ganz hinten bei der Tür. Weiter nach vorn käme er nur schwer, ist der Große Schwurgerichtssaal im Grazer Straflandesgericht doch mit Stufen versehen - und Peilovich sitzt im Rollstuhl.

Bis Silvester 2010 leitete der damals 55-jährige Arzt ein Pharmaunternehmen und fuhr gern Motorrad - bis er ein Brot mit Quargel aß. Er fiel ins Koma, nun ist er auf ständige Hilfe angewiesen, tut sich schwer beim Reden. Was erwartet er sich vom Prozess? "Gerechtigkeit“, sagt er. Er hat auch eine Zivilklage eingebracht.

Vergangene Woche startete in Graz der Prozess um den "Killer-Käse“, wie er genannt wurde, produziert von der oststeirischen Firma Prolactal. Der Sauermilchkäse - der trotz des Namens "Hartberger Bauernquargel“ keinen Tropfen österreichischer Milch enthielt - war mit Listerien verseucht. Im Jänner 2010 musste die Firma an die 60 Tonnen Käse zurückrufen.


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