Spindis später Schnitt

Politik | Bericht: Eduard Müller | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Der geplante Haircut bei Hypo-Anleihen mit Kärntner Haftung wird ein Fall für die Justiz

Der wohl größte und teuerste Kriminalfall der Zweiten Republik wirkt inzwischen ein wenig wie ein Roman von Wolf Haas. Kapitel für Kapitel erschließt sich dem Interessierten die Causa Hypo Alpe Adria. Nun ist ein neues aufgeschlagen worden. Diesmal nicht von Ermittlern, nicht von Staatsanwälten, nicht von Oppositionellen - sondern von ÖVP-Vizekanzler und Finanzminister Michael Spindelegger.

Die Regierung hat offenbart, wie sie Gläubiger der Hypo Alpe Adria an den Kosten des Finanzdebakels beteiligen will. Dazu sollen Verbindlichkeiten der verstaatlichten Bank im Wert von rund 1,75 Milliarden Euro nicht bedient werden. 890 Millionen Euro dieses sogenannten "Haircuts“ betreffen nachrangige Anleihen, die mit Kärntner Landeshaftungen besichert wurden und bis Ende September 2019 laufen.

Der "Nachrang“ dieser Papiere bedeutet, dass ihre Käufer - gedacht im Fall einer Insolvenz - zwar nach den


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