Dem Himmel ganz nah

Politik | Reportage: Barbara Tóth | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Die Caritas schließt eine ihrer gefragtesten Sonderschulen. Warum geben wir behinderte Kinder überhaupt dorthin?

Für Jutta Sobolak war es wie eine Erlösung, als sie mit ihrem Sohn Lukas das erste Mal in die Caritas-Schule am Himmel kam. Es ist auch ein fantastischer Ort. Am Stadtrand unweit der Höhenstraße gelegen, umgeben von Wiesen, Feldern und Wald, ruht das Hauptgebäude, ein ehemaliges Kloster, auf einer Lichtung, als wäre es ein Ausflugsschlösschen. Besucher verirren sich dennoch selten hierher, denn die Institution am Himmel ist seit der Zwischenkriegszeit auch ein Ort des Tabus. Seit damals kümmerten sich zuerst Klosterschwestern um Kinder mit schweren Behinderungen, heute führt hier die Caritas ihre einzige klassische "Sonderschule“ in Wien.

Noch. Denn in zwei Jahren soll aus der Sonderschule mit 49 Kindern eine gemeinsame Volksschule für behinderte und nichtbehinderte Kinder werden. Ganz so, wie es das Prinzip der "Inklusion“ vorsieht, das die UN regelmäßig von


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige