Das Martyrium der Zachs

Politik | Reportage: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Nach einer OP wurde seine Tochter behindert. Seit zehn Jahren streitet Franz Zach um Entschädigung. Der Fall hat die Familie verändert

Franz Zach zieht seinen Trolley durch den hellen Gang zum Saal A, Zimmer 37, Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz. Im Gepäck ein dicker Aktenordner, im Schlepptau zwei Anwälte. Erneute Verhandlung im Fall Susanne Zach, Aktenzeichen 34 Cg 29/10t. Es geht um ein zerstörtes Leben, eine verzweifelte Familie und um Geld. 34 Cg 29/10t ist einer der längsten Zivilrechtsprozesse der Republik.

Im März 1999 wird Franz Zachs Tochter Susanne in Graz operiert - das Mädchen ist 13 Jahre alt - sie bekommt eine Prothese ins Herz gepflanzt. Wenige Monate später fiebert sie. Während die Grazer Ärzte im Dunkeln tappen, fressen sich Bakterien an der Herzprothese satt. Das Herz pumpt die Bakterien in die Organe, auch ins Hirn. Am Ende hat sich Susannes Aorta gelöst, das Kind erleidet einen Schlaganfall und fällt ins Koma. Dass Susanne Zach noch lebt, beschreibt


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