Europa: Schuldnergefängnis mit deutschem Direktor?

Politik | Rezension: Robert Misik | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Philippe Legrain, ehemaliger Wirtschaftsberater des Kommissionschefs, rechnet mit der EU-Antikrisenpolitik ab

Eine solch grundlegende Kritik an der EU-Politik der letzten Jahre hat man schlichtweg noch nicht gelesen - und dann noch aus der Feder von einem, der verdammt gut weiß, wovon er spricht: Philippe Legrain war schließlich einige Jahre lang Chef jener Brüsseler Abteilung, die Kommissionspräsident Manuel Barroso mit strategischen ökonomischen Ratschlägen versorgte. Man kann also etwas salopp sagen: Er war der wirtschaftspolitische Chefberater des Kommissionspräsidenten.

Sein Urteil fällt vernichtend aus: So ziemlich alles in der europäischen Antikrisenpolitik wurde falsch gemacht, sodass in der Eurozone als Ganzes heute Stagnation herrscht und die am schwersten betroffenen Krisenländer mit einer sozialen Katastrophe konfrontiert sind. "Während die EU (früher) mit Prosperität verbunden wurde, ist sie es nunmehr mit Austerität und Rezession.“ Die eigentliche Ursache der

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