Die Ö1-Warnrufe gehören gehört

Bericht: Ingrid Brodnig | Medien | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014


Illustration: P.M. Hoffmann

Illustration: P.M. Hoffmann

Kaum ein Zuhörer würde vermuten, wie angespannt die Lage bei den Ö1-Journalen ist, den wichtigsten Radionachrichten des Landes. Intern hingegen ist von Personalnot, mangelnden Nachbesetzungen, weniger Zeit zum Recherchieren die Rede.

Schon seit Jahren herrscht bei der sogenannten HD1, der Radioinformation, der Sparzwang. Diese Hörfunkdirektion macht die renommierten Ö1-Journale und liefert auch Nachrichten für Ö3, FM4 und die Bundesländerradios. Nun ist ein Punkt erreicht, an dem die Redakteurssprecher vor ernsthaften Konsequenzen warnen. „Die journalistische Qualität der Informationssendungen des Radios ist in Gefahr“, schreiben sie in einem E-Mail an Hörfunkdirektor Karl Amon, das dem Falter zugespielt wurde.

Etliche Ressorts leiden dem Schreiben zufolge unter Personalengpässen – auch die Innenpolitikredaktion, die etwa für ihre kritischen Interviews bekannt ist. „Es bleibt immer weniger Zeit zum Recherchieren, immer weniger Zeit zum Vorbereiten auf Interviews“, heißt es im E-Mail. Die Innenpolitik verlor demnach seit 2008 ein Drittel der Belegschaft, sollte es nicht bald zu Nachbesetzungen kommen.

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