Kämpfen statt jammern

Medien | Bericht: Ruth Eisenreich | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

In Deutschland gibt es die Freischreiber schon seit fünf Jahren. Jetzt kämpfen auch in Österreich freie Journalisten für bessere Arbeitsbedingungen

Susanne Wolf hatte mehrere Tage Arbeit in die Reportage gesteckt. Sie war ins Frauengefängnis Schwarzau im südlichen Niederösterreich gefahren, hatte drei Stunden dort verbracht, mit dem Gefängnisdirektor gesprochen, mit der Leiterin der Mutter-Kind-Abteilung, mit Insassinnen. Dann hat sie einen Text zu Papier gebracht, 6442 Zeichen; das ist etwas mehr als der Text, den Sie gerade lesen. Die Reportage erschien auf derStandard.at, Wolfs Honorar: ihr zufolge 100 Euro brutto.

derStandard.at war nicht das einzige Medium, das Wolf mit Taschengeld abspeiste; und sie war nicht die einzige freie Journalistin, der es so ging. "Mir sind diese Honorare immer mehr gegen den Strich gegangen“, sagt Wolf. "Ich hab mir gedacht, das kann doch nicht sein, dass es so viele um so wenig Geld machen.“

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sonja Fercher und einigen


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