Tritt ein, bring Realität herein

Feuilleton | Reportage: Michael Omasta | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Schriftsteller, Filmregisseur und Fernsehmacher Alexander Kluge besuchte das Stadtkino und brachte sein jüngstes Buch mit

Jetzt fang ich schon wieder so an“, sagt Bruno Ganz und schüttelt peinlich berührt den Kopf. Er liest die letzten Befehle aus dem Führerbunker vor, das Testament Adolf Hitlers. Vor ein paar Jahren hat er Hitler im Film "Der Untergang“ schon einmal gespielt: voller Pathos, mit Schnurrbart und zitternder Hand - ganz der Führer!

Nun hat Alexander Kluge den Schauspieler für seinen Videoessay "30. April 1945 - Der Tag, an dem Hitler sich erschoss“ noch einmal vor die Kamera gebeten. Unwillkürlich verfällt Ganz beim Vorlesen in die schnarrende Diktion von anno dazumals.

Sein Kollege Martin Wuttke, der Quentin Tarantinos Hitler war und von Kluge gleichfalls zum Thema befragt wird, hatte es definitiv lustiger: Er durfte in einem Kino einem Attentat zum Opfer fallen.

So weit, so verwirrend. Jedenfalls, sagt Kluge, habe dieser schreckliche Film über den Untergang ihm


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