Soldaten, die scherzen, schießen nicht

Feuilleton | Rezension: Michael Omasta | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Eine interessante Studie widmet sich dem Männerbild des österreichischen Nachkriegskinos

Leicht ang’säuselte G’schichten hatten im österreichischen Kino von jeher Konjunktur. In "Die Deutschmeister“ (1955) lernt Gunther Philipp in der Rolle des schusseligen Barons Zorndorf bei einem Kostümball das süße Stanzerl kennen, die er für die Erbin der reichen Gräfin Burgstetten hält. Am nächsten Morgen bittet er diese um die Hand ihrer Tochter. Bis er den Irrtum bemerkt, ist die Gräfin schon mitten in den Hochzeitsvorbereitungen.

Nanette, die sich naturgemäß an nichts erinnern kann, fragt Zorndorf bei einem Glas Sekt über die letzte Nacht aus und rückt ihm dabei immer näher. Umso heftiger ihre Empörung, als der Baron ihr gesteht, sie ja noch nicht einmal geküsst zu haben: "Was sind Sie denn für ein Mann? Womit hab ich mich da verlobt!“

Die Wiener Filmhistorikerin Maria Fritsche, die derzeit am Institut für Geschichte der Universität Trondheim lehrt, hat die soeben berschriebene


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