"Ich habe nie Kompro misse gemacht“

Feuilleton | Bilanz: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Die ersten Festwochen von Markus Hinterhäuser und Frie Leysen waren ein rauschender Erfolg. Trotzdem geht die Schauspieldirektorin. Warum?

Am Morgen danach wirkt der Intendant erschöpft, aber glücklich. Die Wiener Festwochen 2014 sind Geschichte. Zwölf Stunden davor saß Markus Hinterhäuser noch am Steinway statt im Büro und begleitete den Bariton Matthias Goerne in Schuberts Liedzyklus "Winterreise“, für den der südafrikanische Künstler William Kentridge Visuals gestaltet hatte.

Nicht nur in der "Winterreise“, auch bei der Hommage an die russische Komponistin Galina Ustwolskaja hatte Hinterhäuser selbst in die Tasten gegriffen. Der Intendant am Klavier? Das könnte eitel wirken. Bei Hinterhäuser hatte man eher den gegenteiligen Eindruck: Der Chef ist sich nicht zu schade, auch selbst Hand anzulegen.

Dass der Mann für sein Festival brennt, war auch sonst nicht zu übersehen: Anders als sein Vorgänger Luc Bondy, den man während der Festwochen kaum zu Gesicht bekam, war Hinterhäuser


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