Kraliceks Festwochentagebuch  

Pocpoc oder nicht pocpoc - das ist hier die Frage

Notizen eines Festivalbesuchers auf der Suche nach dem Theaterglück (6)

Feuilleton | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Wolfgang Kralicek sieht fast jede Vorstellung der Wiener Festwochen

Mittwoch, 11. Juni: Liebes Tagebuch! Manchmal frage ich mich, ob dieser Vollständigkeitsehrgeiz, den ich bei den Festwochen an den Tag lege, nicht auch ein kleines bisschen übertrieben ist. Um mir selbst zu beweisen, dass ich kein Nerd bin, habe ich heute auf die Lecture des südafrikanischen Künstlers William Kentridge verzichtet. Arbeitsethisch habe ich mir diese Entscheidung damit schöngeredet, dass ich für Vorträge nicht zuständig bin. Prompt hat sich an diesem Abend Einzigartiges zugetragen. Nachdem Kentridge seine Lecture beendet hatte, gab’s noch eine Überraschung: Der Schauspieler Joachim Meyerhoff, der mit den Kentridge-Vorlesungen in Hamburg auftritt, tat das nun auch in Wien - und zwar nur dieses eine Mal. Jetzt weiß ich wenigstens wieder, warum ich mir sonst alles anschaue.

Donnerstag, 12. Juni: Heute habe ich den seltsamsten Abend dieser Festwochen gesehen. Mit "Coup Fatal“ erfüllt sich der kongolesische


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