Nüchtern betrachtet 

Der Uhrzeigersinn brachte nur Unglück

Feuilleton | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Wenn’s lahfd, dann lahfd’s, sagt der Kärntner, und da hat er ja auch irgendwie recht. Wenn’s läuft, braucht man sich nämlich keine Fragen zu stellen, wie und warum es eigentlich läuft, und Fragenstellen ist ja generell des Kärntners und der Kärntnerin Sache nicht. Nur, wenn’s zu holpern und zu haken beginnt, fangen die dann auch damit an: "Wohs woah nohan döhs?!“ So ist das halt mit den Eulen der Minerva: Die Bedingungen der Möglichkeit, dass es laufen kann, geraten erst in den Blick, wenn es längst nicht mehr läuft.

Selbstverständlich will auch mein innerer Kärntner, dass es einfach läuft, ohne dass depperte Fragen gestellt werden müssen. Damit es zum Beispiel beim Laufen läuft, muss ich gegen den Uhrzeigersinn rennen. In den Stadien und bei den Städtemarathons laufen auch immer alle gegen den Uhrzeigersinn, jedenfalls in unseren Breiten. Ob das auf der Südhalbkugel


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