Fußball 

Der Zauberspray ist noch lang nicht ausgereizt

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Wolfgang Kralicek über ein magisches neues Schiedsrichter-Gimmick

Neben der elektronischen Torlinienüberwachung können die Schiedsrichter bei dieser WM auch auf ein viel bodenständigeres technisches Hilfsmittel zurückgreifen: den Mauerspray. Um die bei Freistößen vorgeschriebene Distanz von neun Metern zwischen Ball und Mauer zu markieren, sprühen die Schiris aus einer mitgeführten Dose eine Linie auf den Rasen. Bei der weißen Farbe, die aus der Dose kommt, handelt es sich offenbar um eine Art Zaubertinte, die nach kurzer Zeit wieder verschwindet - sonst wäre das Feld ja irgendwann voller Linien. Die Idee der temporären Linie hat etwas Faszinierendes und könnte ausgebaut werden. Der Mittelkreis zum Beispiel wird in jedem Spiel nur für ein paar Sekunden benötigt - könnte man den im Bedarfsfall nicht auch einfach aufsprühen? Dasselbe gilt für den Elfmeterpunkt. Fehlt nur noch ein Zauberspray, mit dem die Schiedsrichter sich nach krassen Fehlentscheidungen unsichtbar machen können.


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