Du Opfer!

Stadtleben | Bericht: Birgit Wittstock | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Wie eine junge Philosophin versucht, Jugendliche zum Sprechen zu bringen

Es scheint, als würde eine unsichtbare Trennlinie über den Platz verlaufen: auf der einen Seite muslimische Frauen mit Kopftüchern und bodenlangen Mänteln, auf der anderen alteingesessene Österreicher. Hier Gruppen von Jugendlichen, dort Pensionisten, die auf den Bänken ihre Nachmittage zubringen.

Die Wasserwelt am Kardinal-Rauscher-Platz in Rudolfsheim-Fünfhaus, dem Bezirk mit dem höchsten Migrantenanteil der Stadt, ist das, was man eine Problemzone nennen könnte: Hier prallen verschiedene Welten aufeinander und mit ihnen ganze Berge unausgesprochener Vorurteile.

Im Grätzel kennt man sich zwar vom Sehen, beäugt sich aber bloß schweigend - und denkt sich seinen Teil. "Es gibt sehr viel Angst und Schweigen. Angst vor Gewalt und Vorurteilen. Obwohl sich alle mehr Miteinander wünschen, kommt es nicht dazu, weil keiner den ersten Schritt tun will“, sagt Lisz Hirn, 30.

Die junge Philosophin wohnt selbst in dem


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