Nahes Glück

Stadtleben | Tschocherlreport: Arthur Fürnhammer | aus FALTER 25/14 vom 18.06.2014

Tapetenwechsel und Gewohnheitssache: ein Meidlinger Espresso für Stammgäste

Das Café Don Waldo II wirkt auf den ersten Blick recht nüchtern: ein kleiner Raum, darin eine Bar aus den 70ern, ein etwas größerer Tisch, daneben ein Ofen, an der Wand gegenüber drei Sessel, mit je einem kleinen Tisch dazwischen. An den Wänden diverse Kalender, mit und ohne Pin-ups, vergilbte Landschaftsbilder, ein paar Sinnsprüche.

Dass das Espresso prima vista nicht viel mehr bietet als einen Raum zum Verweilen, eine Stube, die einen im Winter wärmt, dass nichts hier modern ist und es weder Wurlitzer, Dartautomat, Wettcomputer noch Fernseher gibt - all das stört jedoch nicht. So jedenfalls der Eindruck. Die Gäste kommen hierher, damit ihnen zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt. Sie schätzen den kleinen täglichen Tapetenwechsel. Auf die Tapete kommt es dabei nicht an.

Eine solche gibt es zwar im Don Waldo II streng genommen auch nicht. Dafür hängt, für diese Art von Lokal nicht unüblich,


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