Mordversuch mit Wurstsalat

Der Keyboarder Clemens Wenger ist längst eine Schlüsselfigur der jungen Wiener Jazzszene


PORTRÄT: KLAUS NÜCHTERN
Feuilleton | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Die Clemens-Dichte in der zeitgenössischen österreichischen Popularmusik ist auffallend hoch. Die historische Erstbegegnung des Klavier-Clemens mit dem Saxofon-Clemens ereignete sich Ende der 1990er-Jahre in Scheibbs und wurde mit dem an Pfiffigkeit schwer zu überbietenden Satz "Gell, du haaßd a Clemens" eingeleitet.

Damit war eine Tür aufgestoßen, durch die im angehenden Folgejahrhundert ein frischer Wind durch die heimische Szene fegen sollte, denn die Begegnung der Clemense Wenger (Tasten) und Salesny (Rohrblatt) führte in weiterer Folge zur Gründung der Jazzwerkstatt Wien, die Anfang Juni ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Konzertreigen auf der Strudlhofstiege beging (der Falter berichtete).

Über den Erfolg der Veranstaltung zeigt sich Wenger, der als Obmann der äußerst produktiven Musikplattform für die organisatorischen Belange zuständig ist, sehr zufrieden: Die Akustik erwies sich als überraschend tragfähig, der Publikumszuspruch war erstaunlich. Als am Abend das Duo

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