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Pressekolumne

Medien | BARBARA TÓTH | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Was die Deutschen wirklich essen" versprach die letzte Sonderausgabe der deutschen Zeit mit dem Titel Mahlzeit. Zwischen recht belanglosen Geschichten (brauchen wir wirklich sechs Rezeptvariationen einer Rindsroulade?) fand sich ein journalistisches Gustostückerl. Wolfgang Lechner beschrieb den Typus des "deutschen Hobbykochs". Lechner, geborener Österreicher, selber Hobbykoch und lange Betreuer des berühmten Zeit-Kochkolumnisten Wolfram Siebeck, macht sich lustig über die überambitionierten, besserwisserischen Möchtegern-Haubenköche, die Deutschlands Gourmetkochkurse und Foodie-TV-Wettbewerbe stürmen.

Selbst die Kochwettbewerbe der Zeit litten darunter. Als 2013 das Motto "Einfach gut" ausgerufen wurde und die Teilnehmer dennoch Rezepte wie "Jakobsmuscheln in Pernodsauce mit Anisfladenbrot" einreichten, war "das Ende von Wolfram Siebecks Kochwettbewerben besiegelt". So war das also. Wie schade! F


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