Was treiben Frauen im Hamam?

Sie machen ein queer-feministisches Barcamp. Und reden über Gewalt und Körper, Fernsehen und BHs

Politik | SELBSTVERSUCH: SIBYLLE HAMANN | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Das "Aux Gazelles" in Mariahilf ist ein Hamam. Glitzerspiegellampen, orientalisches Dekor, schummriges Licht. Normalerweise lassen sich hier, nach Büroschluss, blondierte Sekretärinnen verwöhnen.

In einem Hamam sind Frauen traditionell unter sich. Was sie dort drin tun, unbeobachtet? Diese Ungewissheit ist für Männer schwer auszuhalten, ihre Fantasien dazu sind ausschweifend, schon seit Jahrhunderten.

Wie die aggressiven Twitter-Debatten im Vorfeld dieses Camps zeigten, wird es auch heute noch als Provokation empfunden, wenn junge Frauen selbst bestimmen wollen, mit wem sie sich beschäftigen und mit wem nicht. Es gab schlüpfrige Witze, derbe Drohungen, den Vorwurf der "Ausgrenzung" und "Diskursverweigerung". So lange, bis nicht mehr die Frauen, sondern wieder die Männer im Zentrum der Aufmerksamkeit standen.

Entziehen wir uns dieser Logik. Schauen wir lieber nach, was vor Ort tatsächlich passiert.

Am Eingang zum Hamam steht an diesen beiden Tagen eine Button-Maschine, an der man die


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