Hinter den Kulissen der Großstadt

Urban Exploring: Die 78er erkunden Wien nicht immer legal. Jetzt zeigen sie Fotos ihrer Expeditionen

Stadtleben | VORABBERICHT: CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Sie steigen in leer stehende Wiener Vorstadtvillen ein, durchsuchen halb verfallene Fabrikshallen, Bürogebäude kurz vorm Abriss oder behördlich geschlossene ehemalige Badeanstalten, sie klettern nachts auf Kräne und schauen sich die Stadt von oben an: Vor zwei Jahren gründeten ein paar Studierende das "Institut für Stadterforschung" - und genau das machen sie auch. Die Handvoll junger Menschen, die anonym bleiben wollen und müssen, weil sie etwas Verbotenes tun, nennen sich als Gruppe "die 78er" weil es ursprünglich eine gefakte Magistratsabteilung MA 78 gab, gegen die die Behörden jedoch Einspruch erhoben haben.

Die 78er kriechen aber nicht nur in verlassene Bunker, muffige Keller oder ungenutzte U-Bahn-Schächte, um unbekannte Stadträume zu erforschen. Sie machen dort auch Fotos, die sie wie zum Beweis ihrer abenteuerlichen Exkursionen in sozialen Netzwerken wie Facebook präsentieren.

Eines der 78er-Mitglieder studiert Fotografie, was die ungewohnt gute Qualität der Bilder erklärt.


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