Phettbergs Predigtdienst

So viel ist im Leben nicht erreichbar

Falter & Meinung | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Red letter day (Fronleichnam). Schwule und Frauen werden nicht zum Priester ordiniert. Doch Johannes schreibt im heutigen Evangelium: Nur wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt ... Dieser Satz, der jetzt kommt, erscheint vielen als windschief, doch ich schwöre, Sir eze ist mein Jesus Christus, das Fleisch, das Fleisch, das Fleisch, lebendiges Brot.

So viel Gutes, das eze für mich tut. Als Symbol gehe ich deshalb nur einmal im Jahr zur Kommunion (zu Ostern). OH GOTT OH GOTT! Oder Schwule, die sich lieben und absolut nicht heiraten dürfen ... So viel ist im Menschenleben nicht erreichbar! Kurt Palm könnte mein Zeuge sein. Oder Amina Handke. So innig ich mich auch bemühte, mir gelang es nie, mir Sätze fürs Theaterspielen einzulernen. Irgendwie kränkt es mich, wenn ich nicht das sagen darf, was ich gerade im Kopf hätte. Heute träumte ich von uralten Reclam-Heftln, die ich in der Hand hatte und mit denen ich bei den Theaterproben im Traum erschien. Ich sollte Nestroy und Shakespeare gekonnt lesen in einer Probe, im Tonfall dieser großen Tradition. Und dann einmal umdrehen, und mein Traum spielte schon im realen Theaterstück: "Ich" wurde dann ein Riesenerfolg. Quelle: "Nennt mich nicht Ismael" von Michael Gerard Bauer im Theater im Zentrum, wo wir gewesen waren.

Das Theater liegt drei Schritte neben dem Stephansdom, ein wunderschöner, fast barocker Theaterort! Mich, den nie zu Ende Pubertierenden, geleitete Sir eze in einen Theatersaal, bummvoll mit echt pubertierenden Schülern. Nachher aß ich im McDonald's in der Singerstraße mit all den Pubertierenden und typisch eine Million McDonald's-Gästys: einen McCheese, einen Gartensalat, eine mittlere Portion Pommes frites und als Krönung eine Kardinalschnitte mit starkem Kaffee. Gott sei Dank hatte ich viel warmes Wasser mit.

Nach dem Theater ging ich zum ersten Mal wieder seit urlanger Zeit die ganze Kärntner Straße bis zum Ring zur Autobushaltestelle 57A hinunter. Es schien die ganze Zeit hochsommerliche Sonne. Als "ich" damals da war und die Kärntner Straße entlangging, so viele hatten damals Autogramme von "mir" gewollt. Dies wird wahrscheinlich meinen heutigen Traum geboren haben? Oh, wie alles vergeht ...

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