Heidi List Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Aufstieg

Falter & Meinung | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Die Mexikaner dürfen gerade nicht pudern. Ihr Teamtrainer Miguel Herrera ist der Meinung, an 40 Tagen Enthaltsamkeit sei noch niemand gestorben. Ob das irgendeinen Sinn ergibt? Leider. Professor Frank Sommer vom Universitätsklinikum Dings weiß: Sex kurz vor sportlichen Bewerben kann die Leistungsfähigkeit senken. Und: Athleten sollten bis zu 48 Stunden vor Wettkämpfen keinen Sex haben. Um den Sex jetzt weltweit vor der Durststrecke zu retten: die Athleten sollen keinen Sex haben, nicht die Zuschauer. Kein Grund, sich mit Strohhalmen ins Bierfass vor die Glotze zu setzen und sich faul einen Bauch anzusaufen. Und vor Ort: Das Sexualhormon Oxytocin reduziert die Aggressivität, daher wäre den Fans ein riesiger völkerverbindender Massensex zu empfehlen, bevor sie ins Stadion strömen.

Noch schöner wäre es, wenn die Ränge beim Anpfiff noch leer wären und es auf der anderen Seite der Stadionmauern zuginge, dass sogar der Urwald ins schwitzen käme. (Urwald, schwitzen, haha!) Was den Sex betrifft, kann nicht einmal die Fifa Gesetze ändern lassen. Vergessen wir ihn also nicht, mit Sex steigt man auf jeden Fall auf.


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