Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Im Werd: der Spittelberg der 10er-Jahre


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Dass rund um den Karmelitermarkt all die Coolen wohnen, wissen wir eh. Und dass darunter ganz besonders all die Coolen, die rund um den Karmelitermarkt wohnen, leiden, wissen wir auch. Unser Mitleid hält sich aber in Grenzen, nicht zuletzt, weil wir sehen, dass im Gassengewirr zwischen Leopoldsgasse, Hollandstraße, Oberer Donaustraße und Unterer Augartenstraße - vulgo "das Mazzes-Labyrinth" - eine gastronomische Dynamik herrscht, die echt kein Lercherl ist.

Laden mit Drehregalen

Seit September gibt es da in der Herminengasse zum Beispiel einen neuen koscheren Supermarkt, betrieben von Refuel und Chaim, wo man allerlei koschere Lebensmittel aus Israel, Belgien und London bekommt. Das Toko Ri in der Hochedlinger-Gasse -vor 20 Jahren das erste Lokal der Kette und damals noch wirklich gut - ist längst verschwunden. Der Levante-Konzern fertigt ein paar Häuser weiter Kebabspieße für die ganze Welt. Und vorne in der Leopoldsgasse gibt es mit dem Weinladen der Deinzendorfer Winzerfamilie

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