Buch der Stunde

Ezzes für die Nutzung des tiefen Netzes

Feuilleton | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Das Netz ist nun schon so lange ein mit Werbung zugepflasterter und bestens überwachter Marktplatz, dass es schwer fällt, sich vorzustellen: Es war mal anders. In Thomas Pynchons neuem Roman "Bleeding Edge" ziehen sich Nerds und digitale Träumer deshalb in das alternative Netz "DeepArcher" zurück, wo noch freier Meinungsaustausch ohne Beobachtung möglich ist. Allerdings wird es schnell von Waffenhändlern, Drogendealern und anderen Finsterlingen übernommen.

Der US-Romancier, der seine Identität versteckt hält, hat das nicht erfunden: Es gibt dieses Internet hinter dem Internet, in dem man -ein paar technische Vorkehrungen vorausgesetzt -surfen kann, ohne Spuren zu hinterlassen, tatsächlich. Es heißt "Deep Web", und auf "die dunkle Seite des Internets" lockt auch der Untertitel dieser zwischen Sachbuch und Erlebnisbericht schwankenden Publikation, die ein deutscher Journalist darüber verfasst hat.

Auf den 222 Seiten des Buchs versucht er immer wieder, mit jenen, die übers Deep


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