7 Sachen, die Sie über EICHENPROZESSIONSSPINNER nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Eichen sollst du weichen?

Ganz genau. Nur der besagten Spinner wegen muss man in Wien dem Schatten der Eichen aus dem Weg gehen.

Warum eigentlich?

Weil die Raupe des Eichenprozessionsspinners mit an die 600.000 feinen Härchen bedeckt ist. Diese Härchen sind mit Widerhaken versehen, die ein Nesselgift enthalten. Bei Hautkontakt können sie unangenehme toxische Reaktionen, eine sogenannte Raupendermatitis, auslösen.

Wie kann man sich davor schützen?

Am besten indem man eben den Eichen weicht, die Raupen nicht berührt und lange Kleidung trägt. Bei Kontakt mit Raupenhaaren sollte man schleunigst duschen und die Kleidung wechseln.

Tun die Spinner sonst noch irgendwas?

Nun ja, die Raupen sind echte Schädlinge: Sie fressen die Bäume kahl.

Woher haben sie diesen merkwürdigen Namen?

Weil sie gesellig leben und in Gruppen von 20 bis 30 Raupen im Gänsemarsch auf Nahrungssuche gehen, daher der Name "Prozessionsspinner".

Was kann man gegen die Raupen tun?

Also in Wien rücken derzeit allnächtlich Fahrzeuge der MA 42 (Wiener Stadtgärten) aus und sprühen ein Pflanzenschutzmittel in die 4000 Wiener Eichen. Der aufgesprühte Bacillus thuringiensis ist angeblich ungefährlich und wird auch in der biologischen Landwirtschaft angewendet.

Und dann ist der Spuk vorbei?

Der kritische Zeitraum ist von Mitte Mai bis Juli. Aber die Haare werden auch weiterhin durch den Wind vertragen. Die Giftigkeit bleibt zumindest einige Monate bestehen.


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