"Wenn ich einen Film über eine Celebrity mache, lege ich alle Vorurteile ab"

Feuilleton | INTERVIEW: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

:: In "Running from Crazy"(2013), ihrem neuen Film, sucht Barbara Kopple den Fluch der Hemingway-Familie zu ergründen. Ihre wichtigste Auskunftsperson ist Mariel, die jüngste Enkelin des Literaturnobelpreisträgers Ernest Hemingway, der sich 1961 kurz vor ihrer Geburt das Leben nahm -so wie mindestens ein halbes Dutzend Familienmitglieder vor und nach ihm.

Falter: War es die Tragödie, die Sie an dieser Familie zuallererst interessiert hat?

Barbara Kopple: Die Geschichte der Hemingways zog mich an, weil sie eine ikonische amerikanische Familie und ihre Mitglieder brillant und faszinierend sind. Ich hatte von dem sogenannten Fluch gehört, aber mich interessierte mehr, was unter der Oberfläche dieser düsteren Erzählung stecken mochte, die in den Medien schon so oft Thema war. Ich wusste, dass es bei dieser Familie um viel mehr geht als um Selbstmorde, Depressionen oder den Missbrauch von Alkohol und anderen Drogen. Und genauso war's dann auch!

Margaux ist im Film so präsent wie ihre Schwester


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