Gedichte auf Freigang

Für das Buch "Gut bei Gegenwind" haben sich Häftlinge der Grazer Karlau literarisch betätigt. Herbert T. ist einer von ihnen

Steiermark | GEFÄNGNISBESUCH: TIZ SCHAFFER | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Herbert T.* bezeichnet sich selbst als "21er". Der 59-Jährige wurde nach dem Paragrafen 21.2 des Strafgesetzbuches verurteilt, als geistig abnormer Rechtsbrecher, der allerdings zum Zeitpunkt der Tat zurechnungsfähig war. Über seine Straftat, diese "ganz arge Geschichte", möchte er nicht reden. Seit vier Jahren sitzt er dafür bereits in der Justizanstalt Graz-Karlau und hat wohl noch weitere neun vor sich. Beim Besuch des Falter in der Haftanstalt erweckt Herr T. einen reflektierten, gebildeten und sanftmütigen Eindruck -er besuchte in jungen Jahren die Wiener Akademie der bildenden Künste als Gasthörer, dem damaligen Professor Rudolf Hausner, einem Phantastischen Realisten, reiste er auch ins Ausland hinterher. "Herr T., Sie sind eine Klette", wird Hausner einmal zu ihm sagen.

Das Malen hat Herbert T. auch im Gefängnis nicht aufgegeben. "Der Phantastische Realismus hat sich zur Tapetenmalerei entwickelt. Ich bin zurückgekehrt zum klassischen Surrealismus, allerdings in fotorealistischer


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