Nüchtern betrachtet

Ob der Zilpzalp so wie Suzanne Vega klingt?

Feuilleton | aus FALTER 26/14 vom 25.06.2014

Das nördliche Waldviertel wird vom Buchfinken regiert. Jedenfalls stellt sich das aus der Sicht eines dilettierenden Vogelvoyeurs so dar (siehe dazu auch: Simon Barnes: "How to Be a Bad Birdwatcher"). Der Buchfink ist ein dankbarer, weil auch für echt schlechte Birdwatcher gut erkennbarer Geselle, der sowohl akustisch als auch optisch was hermacht. Und das ist schon hilfreich.

Oft hört man die Viecher ja bloß. Man braucht sich nur in einen Wald zu stellen: Das ganze Gehölz ist voll Gezwitscher, Geflöte, Gekäcker und Geschnarre, aber solange nicht zufällig irgendein Kackspecht den Baum wechselt, kriegt man keine Sau zu Gesicht, beziehungsweise halt: indistinktes Geflatter auf einem Fichtenwipfel im Gegenlicht, plus/minus Meisengröße. Nicht sehr hilfreich. Einen Wiedehopf, Bienenfresser oder Andenkondor kann natürlich jeder Idiot identifizieren. Das Problem ist dieses ganze braungraue Gschwerl, das in etwa so auffällig aussieht wie ein verzwergter Komposthaufen. Simon Barnes hat


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