Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | KLAUS "PORK PIE" NÜCHTERN | aus FALTER 27/14 vom 02.07.2014

Was wäre, wenn Fußballer Kopfbedeckungen tragen müssten? Dann wären zwar die in faschingshafter Vielfalt vorkommenden Fußballerfrisuren gnädig bedeckt; man müsste angesichts der bizarren Albernheiten, die sich Vögel wie Neymar, Meireles, Pogba &Co auf die Birne haben toupieren lassen, aber davon ausgehen, dass adlerhorstgroße Rastafaristrickmützen, prilblumenbepickte Bauarbeiterhelme, turmhohe Tambourmajorszylinder oder pharrellwilliamsoide Hutgebirge eher die Regel als die Ausnahme wären. Am besten ist es noch, wenn sich jemand wie Wayne Rooney einfach bloß Haare auf den Kopf machen lässt - Frisur braucht daraus dann ja keine mehr zu werden.

Die Frage der rechten Kopfbedeckungen ist heikel. In der Redaktion muss -wie in fast allen modischen Belangen -Christopher Wurmdobler als experimentierfreudigster und zugleich erstaunlich geschmackssicherer Styler gelten. Derzeit hält er bei einer bazookajoemäßig kess gekippten logolosen Korbballkappe. Kann man durchgehen lassen. Armin Thurnher trägt gelegentlich einen kunstvoll zerknitterten Strohhut, der einem Detail des Matterhorns nachgebildet ist, nimmt diesen aber in der Redaktion ab, wohingegen der Naro und die Wittstock als Gelegenheitsmützenaufb ehalter gelten dürfen. Die Freitagschefin vom Dienst, Marianne Schreck ist noch "auf der Suche", wäre aber angesichts ihrer Größe mit einem kutschenradbreiten Strohhut, in dessen Schatten dann auch noch zwei afghanische Windhunde traben können, gut beraten. Sie ist fraglos unsere Frau für Ascot.


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