"Wir sind Geiseln der Fifa"

Wer die wahren Profiteure der brasilianischen Fußball-WM sind

Stadtleben | BERICHT: JOHANN SKOCEK | aus FALTER 27/14 vom 02.07.2014

Die Fifa behauptet doch immer, dass von einer Fußballweltmeisterschaft alle profitieren", sagt Maria Regina Duarte. Und dann zitiert die brasilianische Steuerexpertin einen Bischof aus ihrem Land: "In Wahrheit ist es doch so, dass bei einer WM viele alles verlieren und wenige viel gewinnen."

Das "Wiener Institut für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit" (VIDC) hat vergangene Woche eine Diskussion veranstaltet, die das Sportministerium im Haus des Sports ausrichtete: "Steueroase Fifa". Das VIDC wird von der öffentlichen Hand und zum kleineren Teil von privaten Geldgebern finanziert, für die Aktion "Fairplay" steuert der ÖFB Geld bei.

2007 versprach Brasiliens Präsident Lula, es werde kein öffentliches Geld aufgewendet werden, um die WM-Bauten (Stadien, Hotels, Straßen, Flughäfen) zu finanzieren. Wahr ist vielmehr: Die WM kostet mindestens 26 Milliarden Real (rund 9 Milliarden Euro). Duarte, die für die nationale Behörde Receita Federal do Brasil arbeitet, hat nachgerechnet:


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