Stadtrand Urbanismuskolumne

Heimlich, still und leise: platsch!

Stadtleben | aus FALTER 27/14 vom 02.07.2014

Unglaubliche Szenen: Das Stadthallenbad hat wieder geöffnet. Einfach so und klammheimlich wurde Montagnachmittag vermeldet, dass man den Betrieb wiederaufgenommen habe. Nun war ja die ganze Geschichte der Renovierung eine denkbar unrühmliche, bei der sich die Auftraggeberin und Bauherrin, die Wien Holding, schwer verplant zu haben scheint, was sie nun versucht ihrem geschassten Generalplaner, dem Architekten Georg Driendl, in die Schuhe zu schieben, dem sie im vergangenen Dezember eine Klage auf 5,6 Millionen Euro zugestellt hat. Ein langwieriger und teurer Rechtsstreit soll nun entscheiden, wessen Schuld das Desaster tatsächlich war.

Ganze vier Jahre hatten Sanierung und Umbau letztendlich gedauert, dabei hätte man schon 2011, nach nur einem Jahr Bauzeit , eröffnen wollen. Das nunmehrige "Soft Opening", bei dem in den kommenden zwei Monaten der technische Betrieb der Anlagen im Hintergrund weiterhin überwacht wird, wirkt sehr unsicher und fast ein wenig wie von schlechtem Gewissen getrieben. Wo sind Pauken und Trompeten? F


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