Fragen Sie Frau Andrea

Fragen der Urlaubs- Entösterreicherung

Falter & Meinung | aus FALTER 27/14 vom 02.07.2014

Liebe Frau Andrea, wir sind kurzurlaubend an der himmelblauen Adria gestrandet und haben ein Identitätsproblem. Wie können wir vermeiden, hier unten für Österreicher gehalten zu werden oder, was schlimmer wäre, für Deutsche? Und wofür sollte man uns idealerweise halten? Mille grazie, cara dottoressa, Jana Wehle, Hotel Diana, Grado, Italia

Liebe Jana,

die sprachliche Camouflage gehört zu den schwierigen Aufgaben, die uns die Etikette stellt. Wir dürfen davon ausgehen, dass zumindest das Rezeptionspersonal des Hotels sich nicht in Unklarheit über die Nämlichkeit und Nationalität ihrer Gäste befindet. Keine Angst. Diese Leute sind geschult im Umgang mit der Befindlichkeit Kurzzeitentwurzelter. Man darf ihnen gegenüber durchaus ehrlich sein, ja wird dafür mit Diskretion belohnt. Alle anderen darf und soll man täuschen, schon aus Eigenschutz.

Wer sollte man also nicht sein, wofür sollte man nicht gehalten werden? Keineswegs wolle man in Gesprächen die starken Idiome Kärntens,


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