"Mir hat noch nie jemand so etwas ins Gesicht gesagt"

Sie lädt ein Foto hoch, tausende Hassposter fallen über sie her. Die Frauenministerin über die Wut im Netz

INTERVIEW: INGRID BRODNIG | Medien | aus FALTER 27/14 vom 02.07.2014


„Im Sinne des lebenslangen Lernens hier eine kleine Lernhilfe für Andreas Gabalier“, stand auf Facebook über dem Foto, dahinter ein Zwinkersmiley (Foto: BMBF)

„Im Sinne des lebenslangen Lernens hier eine kleine Lernhilfe für Andreas Gabalier“, stand auf Facebook über dem Foto, dahinter ein Zwinkersmiley (Foto: BMBF)

Nur selten war eine österreichische Politikerin mit so viel Hass konfrontiert: Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) meldete sich im Streit um die Bundeshymne auf Facebook zu Wort. Sie postete ein Foto, auf dem sie den richtigen Text herzeigt – also jene Version, in der die „großen Töchter“ Österreichs vorkommen und die Volksmusiker Andreas Gabalier partout nicht singen will.

Das Foto der Ministerin löste einen Shitstorm aus: 18.000 Kommentare folgten, darunter auch Morddrohungen.

Falter: Frau Ministerin, bereuen Sie mittlerweile, dass Sie dieses Foto zur Hymne auf Facebook posteten?

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